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Pressemitteilungen


16.04.2018 Freiwillige unterstützen Flüchtlingsintegration

Ankommen und Zuhause sein: Für viele Flüchtlinge in der Samtgemeinde Spelle ist dieses leichter möglich, weil freiwillige Bürgerinnen und Bürger sie bei der Integration in der neuen Heimat unterstützen.


Insgesamt haben seit Herbst 2014 etwa 220 Personen Zuflucht in der Samtgemeinde Spelle gesucht. Hauptherkunftsländer der Hilfe suchenden Personen sind Syrien (79 Personen) und Irak (77 Personen). Nach Auskunft von Manfred Rietmann, Leiter des Fachbereiches Arbeit & Soziales der Samtgemeinde Spelle, wurde mittlerweile bei 150 Personen der Flüchtlingsstatus anerkannt. Das hat unter anderem zur Folge, dass diese Menschen nun anstelle der Unterstützung aufgrund des Asylbewerberleistungsgesetzes Anspruch auf SGB II-Leistungen, also auf Grundsicherungsleistungen, haben. Damit verbunden ist auch die eigenständige Suche nach Wohnungen. Seinerzeit wurden zur Unterbringung der Flüchtlinge durch die Samtgemeinde Spelle 54 Wohnungen angemietet, davon 38 in Spelle, neun in Schapen und sieben in Lünne. Zwischenzeitlich sind davon 13 Wohnungen durch Flüchtlinge selbst angemietet. „Für anerkannte Flüchtlinge ist es aufgrund der aktuellen Situation auf dem Wohnungsmarkt nur schwer möglich, geeignete und angemessene Wohnungen zu finden. Hier müssen wir als Samtgemeinde unterstützen, damit diese Menschen nicht auf der Straße stehen“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf die derzeitige Lage. Die dezentrale Unterbringung in unterschiedlichen Wohnungen, verteilt auf das Gebiet der Samtgemeinde Spelle, habe sich als richtigen Weg erwiesen, um Konflikte zu reduzieren und die Integration in die Gesellschaft zu stärken. Dankbar zeigt sich Hummeldorf für die Unterstützung durch Ehrenamtliche: „Viele Bürgerinnen und Bürger pflegen eine starke Willkommenskultur und engagieren sich in der Flüchtlingshilfe. Diese freiwillige Arbeit ist goldwert.“ Um den Zuzug der Flüchtlinge besser bewältigen zu können, wurden Paten gesucht, die konkret eine Familie oder eine Person in allen Alltagsfragen unterstützen. Wichtige Partner bei der Bewältigung sind für die Samtgemeindeverwaltung ferner nach wie vor die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kleiderkammer der Pfarr-Caritas Spelle sowie der Speller Tafel. Ebenso ist die gute Zusammenarbeit zwischen Rathaus und den Kirchengemeinden von maßgeblicher Bedeutung. Zur verbesserten Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und verschiedenen Anlaufstellen wurde auf Samtgemeindeebene der Arbeitskreis ‚Integration und Willkommenskultur‘ gebildet. „Dieses Konzept hat sehr gut funktioniert“, zieht Hummeldorf ein zufriedenes Fazit. Heute hätten bereits einige der Personen eine Ausbildung bzw. Erwerbstätigkeit begonnen, beispielsweise im gastronomischen oder im handwerklichen Bereich. Eine elementare Voraussetzung zur Integration ist das Erlernen der deutschen Sprache. Um die Flüchtlinge hierbei zu unterstützen, werden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lingen in den drei Mitgliedsgemeinden Spelle, Schapen und Lünne regelmäßig Sprachkurse angeboten. Stark angenommen wird darüber hinaus nach wie vor die wöchentliche Migrationssprechstunde des SKM Lingen in den Räumen des Familienzentrums „Haus der Familie“ im Speller Rathaus. Die Mitarbeiter des SKM stehen hier den Asylbewerbern für eine kostenlose Beratung in allen Belangen zur Verfügung. Während ursprünglich überwiegend Unterstützung zum Thema Grundversorgung gegeben wurde, steht heute mehr und mehr die inhaltliche Arbeit mit dem Ziel der Eigenständigkeit, Fragen zu kulturellen Unterschieden und der Erziehung im Vordergrund. Als eine von vier Modellstandorten im Landkreis Emsland wird in der Samtgemeinde Spelle das Projekt „Brücken bauen: Kita-Einstieg in frühe Bildung“ angeboten. Mechthild Schönefeld, Projekt-Fachkraft, unterstützt dabei Familien mit Migrationshintergrund mit dem Ziel, Kinder im nicht schulpflichtigen Alter, die bisher nicht oder nur unzureichend von der Kindertagesbetreuung erreicht wurden, mit Hilfe von gezielten Angeboten den Einstieg in das deutsche System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zu erleichtern. „Wir haben bei der Bewältigung der Flüchtlingssituation schon gute Fortschritte erreicht und die richtigen Wege eingeschlagen. Dennoch sind wir auch weiterhin auf Unterstützung bei der Integration angewiesen“, lautet das aktuelle Fazit von Hummeldorf und Rietmann. Interessierte, die die Integration unterstützen oder Ideen mitteilen möchten, können sich an Manfred Rietmann, Fachbereichsleiter Arbeit und Soziales, wenden; Tel. 05977 937-800, E-Mail: rietmann@spelle.de.


Anlaufstelle für Flüchtlinge: Im Speller RingTreff kann geklönt und handwerklich gearbeitet werden.




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